Habe heute bei "Ehaso" einen interessanten Artikel zum Thema Hund
und Kälte/Frieren gelesen, vielleicht interessiert es den ein
oder anderen von Euch, hab es Euch deshalb mal kopiert 😄 "Wenn die Temperaturen sinken, fragen sich vor allem Hundebesitzer,
ob Ihr Liebling beim Gassigehen friert. Diese Frage lässt sich
pauschal nicht beantworten – wie bei Menschen auch frieren die
einen Hunde mehr, die anderen weniger. Bei unseren vierbeinigen
Freunden kommt es aber auch auf die Rasse, Größe und das Fell an.
In unserem Beitrag erfahren Sie alles zum Thema Hunde im Winter
und ob es sein kann, dass Ihr Hund friert. FRIEREN HUNDE – TROTZ FELL? Bis heute hält sich hier und da noch die These, dass Hunde nicht
frieren – schließlich haben sie ja ein Fell (bis auf Nackthunde
vielleicht). Doch heute wissen wir: Ganz so einfach ist es nicht.
Das Alter, die Rasse, die Größe und der Gesundheitszustand haben
großen Einfluss auf das Kälteempfinden eines Hundes. Unterhalb
einer gewissen Temperatur frieren alle Hunde, egal ob Husky oder
Pekinese. Und schließlich gibt es auch innerhalb der Hunderassen
Unterschiede, denn jeder Hund reagiert – wie jeder Mensch auch –
völlig individuell auf Temperaturen, egal ob hoch oder niedrig. WANN FRIERT EIN HUND? HUNDERASSEN UND KÄLTE Je mehr Fell, desto resistenter gegen Kälte? Auch diese Aussage
ist nur im Kern richtig. Natürlich friert ein Windhund oder
Rauhaardackel, die nur ein ganz kurzes Fell haben, mehr als ein
Bernhardiner. Zwischen einem Pudel und einem Corgi aber gibt es
in Bezug auf Fülle auf den ersten Blick keinen Unterschied. Und
doch friert der Pudel schneller – ihm fehlt die Unterwolle, die
das Tier auch bei niedrigeren Temperaturen warmhält. Besonders gut sichtbar ist diese Unterscheidung bei nordischen
Rassen: Ob Husky, Islandhund, Samojede oder ein Lapphund – alle
in Schnee und Kälte lebenden Hunde verfügen während der kalten
Monate über ein dickes Winterfell mit viel Unterwolle, das sie
vor den niedrigen Temperaturen und damit auch vor Unterkühlung
schützt. Im Gegensatz dazu sind Hunde, die aus dem Süden kommen,
kälteempfindlicher. KÄLTEEMPFINDEN NACH GEWICHT 1997 haben Forscher der Tufts University in den USA eine Studie
durchgeführt, um festzustellen, ab wann Hunde frieren. Sie haben
sich hier pauschal nur nach dem Gewicht orientiert. Doch die
folgende Übersicht ist bereits ein guter Richtwert. Individuell
kann es wie bereits gesagt in beide Richtungen Abweichungen geben,
abhängig von der Rasse und vom individuellen Kälteempfinden: • Kleine Hunde unter 10 kg fühlen sich bei 10 °C noch wohl, bei
5 ° bis 0 ° kann es bereits unangenehm werden. Unter -5 ° frieren
die Kleinen. • Für mittelgroße Hunde (10 bis 25 kg) wird es unterhalb 5 °C
nicht angenehm, sie halten aber Temperaturen um die -5 ° noch gut
aus. Kritisch wird es unterhalb von -10 °C. • Große Hunde über 25 kg haben keine Probleme mit Temperaturen
bis 5 ° C, von 0 ° bis -15 ° ist es meist OK, darunter frieren
auch die großen Tiere mit viel Fell. Die Forscher haben darüber hinaus noch Folgendes festgestellt: • Je kleiner der Hund, desto schneller verliert er Wärme. Das
ist Physik: Die Tiere haben ein größeres Verhältnis von Oberfläche
(Haut) zu Volumen (Körper). Wenn Sie also einen Chihuahua oder
Pinscher haben, können Sie die Tabelle nochmal anpassen – für
diese Minirassen fühlen sich zum Beispiel -4 °C wie -7 ° an. • Hat Ihr Vierbeiner ein Bad im See genommen oder regnet es,
steigt die Kälteempfindlichkeit deutlich: Für einen nassen Hund
können sich +10 °C wie +4° anfühlen. Kommt Wind hinzu, können
Sie noch zwei bis drei Grad abziehen. • Gewöhnung an Kälte macht einiges aus: Wenn Sie mit Ihrem Hund
regelmäßig auch im Winter längere Spaziergänge machen, gewöhnt
sich Ihr Liebling an die Kälte – Sie können zu den oberen Werten
circa drei Grad hinzuaddieren. • Wenn Ihr Hund schon älter ist, hängt sein Temperaturempfinden
stark von seinem Gesundheitszustand ab. Sprechen Sie hier am
besten mit Ihrem Tierarzt. ANDERE EINFLÜSSE AUFS TEMPERATUR-EMPFINDEN Dass Ihr Hund schnell friert, kann aber auch andere Ursachen
haben. Wenn er noch sehr jung oder im Gegenteil sehr alt ist,
Gelenkbeschwerden hat oder nicht an Kälte gewöhnt ist, wird er
schneller frieren. Wenn es Ihnen allerdings ungewöhnlich vorkommt, dass Ihr Hund
bei niedrigeren Temperaturen nicht (mehr) rausgehen will oder
sehr schnell friert, dann sprechen Sie Ihren Tierarzt darauf an.
Diese Reaktion kann auch ein Hinweis auf eine Erkrankung Ihres
Hundes sein und sollte entsprechend abgeklärt werden. WORAN ERKENNT MAN, DASS EIN HUND FRIERT? Man kann eigentlich relativ einfach erkennen, wenn ein Hund
friert: Er fängt an zu zittern, versteift sich und klemmt den
Schwanz ein. Die Bewegungen werden oft langsamer. Außerdem sucht
er Wärmequellen, schmiegt sich zum Beispiel an Ihre Beine oder
will auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause. Hunde, die schnell
frieren, wollen oft auch gar nicht raus. TIPPS: SO WIRD DER WINTER FÜR DEN HUND ANGENEHM GASSIGEHEN Jeder Hund muss mehrmals am Tag raus, auch im Winter und auch wenn
es kalt ist. Mit unseren Tipps wird Ihnen als Hundehalter und
Ihrem Hund die kalte Jahreszeit etwas angenehmer gemacht: • Wenn Ihr Hund schnell friert, gehen Sie mit ihm lieber öfter,
dafür so kurz wie möglich raus. • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Vierbeiner draußen in Bewegung
bleibt, denn das macht und hält warm. • Vaseline an den Pfoten schützt die empfindliche Haut vor
Streusalz, Eis und Schnee. • Schneiden Sie bei langhaarigen Rassen das Fell zwischen den
Pfoten kurz. An den langen Haaren bleiben Eis und Schnee hängen,
was sehr unangenehm werden kann. • Trocknen Sie den Hund nach der Rückkehr ab, falls er draußen
nass geworden ist. • Sorgen Sie im Allgemeinen mit regelmäßiger Fellpflege für ein
gesundes Fell. Das ist die natürlichste Waffe des Hundes gegen
niedrige Temperatur. HUNDEBEKLEIDUNG FÜR DEN WINTER Braucht ein Hund im Winter etwas zum Anziehen? Auch hier lautet
die Antwort: Es kommt darauf an! Früher als seltsame
Modeerscheinung verschrien, sind Hundemäntel heute ein praktisches
Hilfsmittel. Die besonders verfrorenen Tiere – kleine und
besonders kälteempfindliche Rassen (siehe oben) können dank
einem Mantel den Winter an der frischen Luft länger genießen
und lernen Schnee und Kälte vielleicht sogar lieben. Bitte beachten Sie Folgendes beim Kauf von Hundebekleidung: • T-Shirts oder Strickpullover halten nicht warm. Greifen Sie
lieber zu funktionaler Hundebekleidung wie einem Hundemantel.
So ein Kleidungsstück ist meist aus wasserabweisendem,
atmungsaktivem Material hergestellt und kann immer wieder
gewaschen werden. • Der Mantel muss Ihrem Hund genau passen, damit er ihn nicht
in der Bewegung einschränkt. Nehmen Sie Ihren Liebling also
unbedingt zur Anprobe mit. • Ein Kragen schützt vor Nässe und Kälte. Bei Mänteln mit
Kragen sollte eine Öffnung für die Leine vorhanden sein. • Der Hundemantel sollte auch den Bauch gut schützen, da
frieren die meisten Hunde am schnellsten. • Ein gut funktionierender Reißverschluss sorgt für schnelles
und stressfreies An- und Ausziehen. Ein paar Worte zum Thema Hundeschuhe: Im Gegensatz zu einem
Mantel, der bei kälteempfindlichen Hunden egal welcher Größe
sehr sinnvoll ist, sind es Hundeschuhe eher nicht. Hundepfoten
sind mit einem empfindlichen Tastsinn ausgestattet, den die
Vierbeiner beim Laufen benötigen. Kälte macht ihnen nicht so
viel aus, das Problem sind eher Streusalz und Splitt. Doch
Vaseline vor der Gassirunde und eine gründliche Reinigung nach
dem Spaziergang sind besser als die „Booties“ – es sei denn,
Ihr Tierarzt hat dem Hund aus gesundheitlichen Gründen die
kleinen Schühchen verordnet. WARME SCHLAFPLÄTZE Der eine Hund schläft bei 16 Grad im Schlafzimmer auf dem
Fliesenboden, der andere verkriecht sich schon im September
im Bett von Frauchen und Herrchen: Auch zuhause zeigen Hunde
verschiedene Verhaltensweisen, sobald es kälter wird. Beobachten
Sie Ihren Vierbeiner und reagieren Sie entsprechend. Ist Ihr
Liebling eine Frostbeule, dann richten Sie ihm einen (oder
mehrere) warmen Schlafplatz ein: nicht direkt auf dem Boden,
mit einer warmen Decke im Körbchen, vielleicht auch in der
Nähe eines Ofens. Sie müssen Ihren Hund übrigens nicht zudecken
– er findet selbst einen Weg, sich in das wärmende Material
einzukuscheln."